Dojo

aussen_neuHier finden sie einen virtuellen Rundgang durch unsere Karateschule (jap. Dojo).

Unsere Räumlichkeiten befinden sich in der Sternstr. 17 (Hinterhof).

Dojo bedeutet übersetzt: „Ort, wo der WEG geübt wird“ und bezeichnet, im heutigen Verständnis, einen Raum, in dem die Kampfkünste geübt werden. Das Dojo ist ein Raum der Konzentration und Meditation, in dem die Kampfkünste mit gegenseitigem Respekt und Freundschaft geübt werden. Es sollte dem Übenden eine Atmosphäre der Geborgenheit und Sicherheit geben, die es ihm ermöglicht seine Sorgen und Ängste des Alltags bei Betreten abzulegen.

Das Dojo sollte von einfacher Schönheit sein und stets sauber und gepflegt. Die dem Eingang gegenüberliegende Seite, nennt man Shomen und ist die Ehrenwand der jeweiligen Schule. Hier findet sich die Genealogie des jeweiligen Stils, sowie die Dojokun, die die Verhaltensregeln und den geistigen Hintergrund des Stils darstellen.

IMG_0037Das offizielle Training findet im Hauptraum des Dojos statt und beginnt mit einer Atem- und Meditationsübung. Dann folgt die klassische Aufwärmung mit Kata, oder Übungen aus dem Qi-gong und Yoga, oder, je nach Lehrer, die „moderne“ Aufwärmung mit Konditions- und/oder Aerobicübungen. Den Hauptteil des Trainings macht jedoch das Üben der einzelnen Bereiche Kihon (Grundschule), Kata (vorgegebene Bewegungen) und Kumite (Partnerübungen) aus. Beendet wird das Training wiederum mit einer kurzen Meditationsübung.

Die Prüfungen in unserem Dojo stellen mehr, als bloße Wissens- und Techniküberprüfung dar. Ab der Prüfung zum Grüngurt sind sie eine Möglichkeit zur Konfrontation mit den eigenen Grenzen und dienen dem charakterlichen Wachstum jedes Einzelnen. Die jeweiligen Prüfungsvorbereitungen erstrecken sich über einen definierten Zeitraum von 2 – 6 Monaten, je nach Prüfung, und werden von einem erfahrenen Schwarzgurt begleitet. In dieser Zeit bekommt der Prüfling einen tieferen Zugang zum Karate, bedingt durch das intensive Training und die starke individuelle Betreuung.

IMG_0687Ein eigener Trainingsraum steht in unserer Schule für das selbstständige Training zur Verfügung. Mit dem Fortschritt im Karate wächst auch die Verantwortung zum eigenverantwortlichen Training. Der Lehrer gibt in den Trainingsstunden nur noch Korrekturen und lehrt Prinzipien, die der Schüler dann selbstständig für sich üben muss, um dann wieder vom Lehrer korrigiert zu werden. Ganz im Gegensatz dazu steht das Training in den Anfängerstufen. Hier werden im Training die verschiedene Techniken immer wieder unter Aufsicht des Lehrers geübt und bei Bedarf sofort von ihm korrigiert. In der Fortgeschrittenenstufe jedoch muss der Schüler das Karate für sich selber entdecken, wobei ihm seine Lehrer immer helfend zur Seite stehen.

IMG_0688Einen wesentlichen Anteil am eigenständigen Training sollten die Übungen am Makiwara, übersetzt: Holz und Stroh, einnehmen. Das Makiwara ist ein langes, in der Erde verankertes, Stück Holz, das an seinem oberen Ende mit Schaumstoff und Leder, bzw. Stroh, gepolstert ist. Früher wurde das Makiwaratraining nicht nur von Kampfkünstlern betrieben, sondern auch von der normalen Bevölkerung, da es, richtig angewendet, eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzt. Im Karate benutzt man es zum Studium der Kraftübertragung, jap. Kime, und um die Wirksamkeit seiner Techniken zu überprüfen. Dies sollte jedoch erst ab der Fortgeschrittenenstufe geschehen, da es ansonsten zu Verletzungen und Folgeschäden kommen kann. Auf jeden Fall sollte es unter der Aufsicht eines erfahrenen Lehrers stattfinden. Die Prinzipien, die am Makiwara trainiert werden können sind: Kime, Körperspannung, Energieübertragung und die Ganzkörperbewegung.