Dojokun

dojokunKarate-Do ist meine Übung auf dem Weg

Als Schüler-in des Shudokan-Ryu Karate-Do lebe und erforsche ich diesen Weg der alltäglichen Übung wachsam und neugierig, um meine körperlichen, geistigen und seelischen Möglichkeiten zu entfalten, sie sorgsam zu pflegen und ihren harmonischen Einklang zu fördern. Dabei sollen mich leiten und erfüllen:

  • Achtung vor dem, was ich selbst bin
  • Ehrfurcht vor allem Leben
  • Liebe und Vergebung
  • Dienen und Teilen
  • Demut und Geduld

Ich lebe und handele im Geist des Friedens

das Wissen und Können, das ich mir während des Studiums des Karate-Do aneigne, verspreche ich nicht für eigennützige Zwecke zu mißbrauchen. Ich verzichte auf Gewalt! Nur im äußersten Notfall setze ich Karate zum Schutz von Hilfsbedürftigen oder zur Selbstverteidigung ein. Ich kämpfe nicht mehr gegen … , ich setze mich mutig auseinander mit … und setze mich entschieden ein für … !

Freiheit und Frieden erwachsen aus meinem Mut zur Wahrheit

Mein Mut zur wahrhaftigen und hinnehmenden Achtsamkeit im nur-Hier-und-Jetzt, befreit mich von meiner Ich-Verhaftung und öffnet mir Herz und Geist für das leere GewahrSein, – für mein Wahres-Selbst.

Ein Bild zu unseren Leitgedanken und die Frage:

In einer weiten Landschaft liegt ein Fluss. Er strömt von Horizont zu Horizont.
Dieser Fluss entspringt einer Quelle und ergießt sich ins Meer.
Auf dem Fluss schwimmen verschiedene Boote: große, kleine, offene, geschlossene, bewaffnete, friedliche, …
Zwischen den Booten springt ruhelos und angestrengt eine kleine Person hin und her.
Diese Person bleibt in keinem der Boote sehr lange – sie springt und springt.
Der Fluss, der all diese Boote trägt, ist das „Wahre-Selbst“, – die Boote sind
Empfindungen, Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken, Absichten, Ziele, Erwartungen, Verhaftungen, …
Die Boote schwimmen auf dem Fluss, gehören zu ihm, sind aber nicht der Fluss.
Die kleine Person ist unser „Ich“. Die Quelle und das Meer sind „die Macht, die größer ist als ich selbst“, sind das „GÖTTLICHE“, sind das „ABSOLUTE GEHEIMNIS“, dass das „Wahre-Selbst“ hervorbringt, trägt und in seine wesentliche Dynamik bringt.

Immer fährt unser „Ich“ in einem der Boote; es ist sehr wasserscheu und hat Angst davor, ertrinken zu müssen, wenn es die vertrauten Boote verlässt und in den Fluss springt. „Öffnen von Herz und Geist für das leere GewahrSein, – für mein Wahres-Selbst“ heißt: mutig aussteigen aus dem vermeintlich sicheren Boot, in den Fluss springen und sich dem Fluss überlassen, fließen als der Fluss, der man immer schon war, nur-Hier-und-Jetzt ist, immer sein wird, – von der Quelle zum Meer.

Und nun, – frage und erforsche bei Tag und bei Nacht, – bei allem was Du tust und lässt:
Wer bin ich, – nicht?? Wer ist es, der eigentlich sieht, hört, riecht, schmeckt, berührt, fühlt, denkt will, redet und handelt ??
Was ist mein ureigentliches Wesen, – mein „Wahres-Selbst“??